Wenn der alte Hund nicht mehr fressen möchte

Katja Borraccini • 10. Oktober 2026

Wenn der alte Hund nicht mehr richtig frisst - mögliche Ursachen und was du tun kannst

Wenn ein alter Hund plötzlich schlechter frisst, nur noch bestimmte Dinge mag oder sein Futter ganz stehen lässt, macht das vielen Haltern Sorgen. Ein verändertes Fressverhalten sollte deshalb nicht einfach mit dem Alter erklärt werden.


Es kann sein, dass deinem Hund tatsächlich der Appetit fehlt. Vielleicht möchte er aber auch  fressen und wird durch Schmerzen, Übelkeit oder Schwierigkeiten beim Kauen daran gehindert. Selbst das Stehen vor dem Napf kann für einen alten Hund mit körperlichen Einschränkungen anstrengend werden.


Deshalb lohnt es sich, nicht nur darauf zu achten, wie viel dein Hund frisst, sondern auch darauf, wie er sich während der Mahlzeit verhält.


Das Wichtigste zuerst

Frisst dein Hund deutlich weniger oder verweigert er plötzlich sein Futter, solltest du vor allem auf Folgendes achten:


  • Veränderungen ernst nehmen: Appetitlosigkeit ist keine normale Alterserscheinung, die einfach hingenommen werden sollte.
  • Begleiterscheinungen beachten: Gewichtsverlust, Muskelabbau, Erbrechen, Schmerzen oder ein verändertes Trinkverhalten können wichtige Hinweise geben.
  • Tierärztlich abklären lassen: Eine deutliche, plötzlich auftretende oder anhaltende Fressunlust sollte zeitnah untersucht werden. Bei einem akut schlechten Allgemeinzustand ist sofortige Hilfe erforderlich.


Weniger Appetit im Alter – ist das noch normal?


Der Energiebedarf eines Hundes kann sich im Laufe seines Lebens verändern. Viele Senioren bewegen sich weniger und benötigen deshalb möglicherweise weniger Kalorien. Andere verlieren Gewicht oder Muskulatur und brauchen eine angepasste Nährstoff- und Energieversorgung.


Auch die Sinneswahrnehmung verändert sich mitunter. Lässt beispielsweise das Riechvermögen nach, kann das bisherige Futter an Attraktivität verlieren.


Trotzdem ist es wichtig, zwischen einem veränderten Futterbedarf und tatsächlicher Appetitlosigkeit zu unterscheiden. Bleibt regelmäßig etwas im Napf, dauern Mahlzeiten länger oder frisst dein Hund plötzlich nur noch ausgewählte Futtersorten, lohnt es sich, nach den Ursachen zu suchen.


Will dein Hund nicht fressen – oder fällt ihm das Fressen schwer?


Ein Hund, der sein Futter stehen lässt, hat nicht zwangsläufig keinen Hunger. Manchmal zeigt er zunächst Interesse, beginnt zu fressen und hört nach wenigen Bissen wieder auf.


Schau deshalb genauer hin:


  • Geht dein Hund zum Napf und wendet sich dann wieder ab?
  • Beginnt er zu fressen und hört nach wenigen Bissen auf?
  • Kaut er anders oder lässt Futter aus dem Maul fallen?
  • Bevorzugt er plötzlich weiches Futter?
  • Wechselt er während der Mahlzeit häufig seine Position?
  • Hat er Schwierigkeiten, den Kopf abzusenken oder längere Zeit zu stehen?


Besonders den letzten Punkt finde ich bei alten Hunden wichtig. Arthrose, Erkrankungen der Wirbelsäule oder nachlassende Muskelkraft können dazu führen, dass die Körperhaltung beim Fressen unangenehm wird. Muss der Hund gleichzeitig auf einem glatten Boden stehen, kann das die Situation zusätzlich erschweren.


In meiner Arbeit interessiert mich deshalb auch, wie ein Hund zum Futter läuft, wie er vor seinem Napf steht und ob sich seine Haltung während der Mahlzeit verändert.


Welche Ursachen können hinter der Fressunlust stecken?


Die Gründe für ein verändertes Fressverhalten sind vielfältig. Nicht immer lässt sich von außen erkennen, was dahintersteckt.


Probleme mit Zähnen und Maul: Entzündungen, Zahnerkrankungen oder andere schmerzhafte Veränderungen können das Aufnehmen und Kauen von Futter erschweren.


Schmerzen: Beschwerden am Bewegungsapparat oder an anderen Körperstellen können sowohl den Appetit als auch das Verhalten während der Fütterung beeinflussen.


Übelkeit und innere Erkrankungen: Erkrankungen der Nieren, der Leber oder Magen-Darm-Trakts kommen ebenso infrage wie Nebenwirkungen bestimmter Medikamente.


Veränderte Geruchswahrnehmung: Nimmt der Geruchssinn ab, kann das Interesse an bisher gern gefressenem Futter nachlassen.


Kognitive Veränderungen: Orientierungsschwierigkeiten, Unruhe oder ein veränderter Schlaf-Wach-Rhythmus können gewohnte Fütterungsabläufe beeinträchtigen.


Diese möglichen Ursachen zeigen, warum es wenig sinnvoll ist, bei Fressunlust ausschließlich das Futter zu wechseln.


Wann solltest du mit deinem Hund zum Tierarzt?


Eine feste Regel, erst nach 24 Stunden ohne Futter einen Tierarzt aufzusuchen, halte ich besonders bei alten Hunden für problematisch. Entscheidend sind der Allgemeinzustand, mögliche Vorerkrankungen und die Begleiterscheinungen.


Eine zeitnahe tierärztliche Abklärung ist wichtig, wenn dein Hund plötzlich gar nicht mehr frisst, seine Futteraufnahme deutlich zurückgeht oder er Gewicht verliert. Auch Schwierigkeiten beim Kauen oder Schlucken, wiederholtes Erbrechen, Durchfall, Schmerzen und Veränderungen beim Trinken sind Gründe, nicht länger abzuwarten.


Wirkt dein Hund sehr schwach, apathisch oder verschlechtert sich sein Zustand akut, solltest du sofort tierärztliche Hilfe suchen. Das gilt insbesondere auch bei einem aufgeblähtem Bauch, erfolglosem Würgen, erfolglosem Kotabsatz, Kollaps oder Atemnot.


Bei bekannten Erkrankungen ist es sinnvoll, frühzeitig Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt zu halten.


Was kannst du deinem alten Hund beim Fressen erleichtern?


Sind gesundheitliche Ursachen abgeklärt oder werden bereits behandelt, kannst du auch die Fresssituation zu Hause verbessern.


Ein rutschfester Untergrund gibt Hunden mit unsicherem Stand mehr Halt. Möglicherweise hilft auch eine veränderte Napfposition. Eine pauschal richtige Napfhöhe gibt es allerdings nicht. Entscheidend ist, ob dein Hund in einer für ihn angenehmen Haltung fressen kann.


Manchen Senioren fällt die Aufnahme von weicherem oder zerkleinertem Futter leichter. Leichtes Anwärmen kann außerdem den Geruch verstärken und das Futter attraktiver machen. Bei geringem Appetit sind mehrere kleine Mahlzeiten manchmal besser geeignet als wenige große Portionen.


Berücksichtige dabei immer mögliche Erkrankungen und besondere Ernährungsanforderungen. Gerade bei einer medizinisch notwendigen Diät solltest du Futterveränderungen vorher absprechen.


Vertraute Fütterungszeiten und ein ruhiger Platz können ebenfalls hilfreich sein. Probiere möglichst nicht alles gleichzeitig aus, sondern beobachte, welche einzelne Veränderung deinem Hund tatsächlich hilft.


Wenn sich plötzlich alles nur noch ums Fressen dreht


Wenn ein Hund immer schlechter frisst, kann das für seinen Menschen sehr belastend werden. Das erlebe ich auch in Gesprächen mit Hundehaltern immer wieder.


Man beobachtet jede Mahlzeit, kauft anderes Futter, probiert verschiedene Zusätze aus oder füttert aus der Hand. Irgendwann freut man sich über jeden einzelnen Bissen. Kaum ist eine Mahlzeit vorbei, beschäftigt einen schon die Frage, was der Hund beim nächsten Mal vielleicht noch fressen könnte.


Die Sorge dahinter ist verständlich. Gleichzeitig kann die ständige Beschäftigung mit dem Futter für beide Seiten anstrengend werden.


Deshalb finde ich es wichtig, nicht immer neue Futtersorten und Möglichkeiten auszuprobieren, sondern gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, die zum Gesundheitszustand und zu den Bedürfnissen des Hundes passt.


Eine Mahlzeit sollte möglichst angenehm bleiben und nicht jeden Tag mit Anspannung verbunden sein.


Wenn Genuss und Lebensqualität wichtiger werden


Bei einem gesunden, noch recht fitten Seniorhund bleibt eine ausgewogene und bedarfsgerechte Ernährung die Grundlage. Bei sehr alten oder schwer erkrankten Hunden kann es jedoch notwendig werden, die bisherigen Ernährungsziele neu zu bewerten.


Dann stellt sich neben der Frage nach einer ausreichenden Nährstoffversorgung auch die Frage, was der Hund überhaupt noch gerne frisst und gut verträgt.


Das bedeutet nicht, dass eine ausgewogene Ernährung plötzlich unwichtig wird. Besonders der Erhalt des Körpergewichts und der Muskulatur verdient weiterhin Aufmerksamkeit. Auch bestimmte Erkrankungen können besondere Anforderungen an die Fütterung stellen.


Manchmal lässt sich der bisherige Futterplan aber nicht mehr wie gewohnt umsetzen. Dann muss individuell abgewogen werden, welche Veränderungen sinnvoll und vertretbar sind.


Vielleicht darf auch einmal etwas im Napf landen, das nicht jeden Anspruch an eine optimale Mahlzeit erfüllt, aber gerne gefressen und gut vertragen wird.


Für mich gehört Fressen zur Lebensqualität eines Hundes. Gleichzeitig ist es wichtig, sein gesamtes Wohlbefinden im Blick zu behalten: Wie bewegt er sich? Zeigt er Interesse an seiner Umgebung? Sucht er Kontakt und kann er zur Ruhe kommen? Gibt es weiterhin Dinge, die ihm Freude machen?


Gerade in dieser Lebensphase geht es darum, die Bedürfnisse des einzelnen Hundes immer wieder neu einzuschätzen und ihn entsprechend zu begleiten.


Du bist unsicher, warum dein älterer Hund schlechter frisst, oder möchtest wissen, wie du ihn im Alltag unterstützen kannst? Gerne schauen wir gemeinsam auf seine individuelle Situation und besprechen, welche Möglichkeiten für ihn sinnvoll sind. Melde dich bei mir, wenn du dir dabei Unterstützung wünschst.

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Meine Hündin ist mittlerweile 12,5 Jahre alt. Ein Alter, in dem vieles langsamer wird, manches leiser – und gleichzeitig vieles tiefer. Sie begleitet mich täglich und erinnert mich daran, wie wertvoll diese Lebensphase ist. Wie sehr sich Bedürfnisse verändern. Wie feinfühlig, ehrlich und präsent alte Hunde sind. Und wie wichtig es ist, sie in dieser Zeit wirklich zu verstehen. Nicht nur sie ist der Anlass für diesen Blogartikel, sondern auch all die wundervollen Seniorhunde, die ich in meiner Praxis begleiten darf und durfte. Hunde, die mir zeigen, wie individuell Altern ist. Hunde, die trotz Einschränkungen Lebensfreude haben. Und Hunde, bei denen man spürt, wie viel Unterstützung, Achtsamkeit und Wissen im Alter einen Unterschied machen können. Der Seniorhund ist mein absolutes Herzensthema . In meiner Arbeit – und auch in Zukunft noch stärker – liegt mein Schwerpunkt darauf, alte Hunde ganzheitlich zu begleiten. Dieser Artikel soll dazu beitragen, Wissen zu teilen, Unsicherheiten zu nehmen und Hundehalter darin zu bestärken, ihren Hund im Alter bewusst, liebevoll und gut vorbereitet zu begleiten. Denn alt zu werden ist kein Makel – es ist eine Lebensphase, die Aufmerksamkeit, Verständnis und Würde verdient . 🐾 Wann ist ein Hund eigentlich alt? Diese Frage stellen sich viele Hundehalter – oft genau dann, wenn sich ihr Hund langsam verändert. Der Spaziergang wird kürzer, das Aufstehen dauert länger oder der Blick wirkt nachdenklicher als früher. Doch Altwerden ist kein fester Zeitpunkt, kein bestimmtes Alter und schon gar kein abruptes Ereignis. Das Älterwerden schleicht sich oft leise in den Alltag – manchmal so unauffällig, dass wir es erst rückblickend wirklich wahrnehmen. Altern ist ein sehr individueller Prozess , der sich bei jedem Hund anders zeigt. Genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen, Zusammenhänge zu verstehen und den eigenen Hund nicht mit starren Alterszahlen zu vergleichen. In diesem Artikel erfährst du: ab wann ein Hund als Senior gilt welche Faktoren das Altern beeinflussen welche körperlichen und mentalen Veränderungen auftreten können und warum alte Hunde trotz allem eine hohe Lebensqualität haben können Was bestimmt, wann ein Hund alt ist? Die Lebenserwartung eines Hundes – und damit auch der Zeitpunkt, ab dem man von einem Seniorhund spricht – wird von mehreren Faktoren beeinflusst: Körpergewicht und Größe Rasse genetische Veranlagung Gesundheitsstatus Ernährung und Bewegung Stressbelastung frühere Erkrankungen oder Verletzungen Das bekannte Zitat „Man ist so alt, wie man sich fühlt“ trifft auch auf Hunde zu. Manche Vierbeiner wirken mit zehn Jahren noch erstaunlich fit, andere zeigen deutlich früher altersbedingte Veränderungen. Ab wann gilt ein Hund als Senior? Auch wenn Altern individuell ist, gibt es grobe Richtwerte: Große Hunderassen: etwa ab 6 bis 7 Jahren Mittelgroße Hunderassen: etwa ab 9 bis 10 Jahren Kleine Hunderassen: etwa ab 12 Jahren Grundsätzlich gilt : Große Hunde altern meist früher und schneller, während kleine Hunde langsamer altern und oft über einen längeren Zeitraum fit bleiben. Altern beginnt früher, als viele denken Wichtig zu wissen ist, dass der Alterungsprozess lange beginnt, bevor sichtbare Symptome auftreten. Veränderungen im Stoffwechsel, im Nervensystem oder in der Muskulatur entwickeln sich schleichend. Gerade deshalb ist es so entscheidend, frühzeitig hinzusehen und nicht erst zu reagieren, wenn Probleme offensichtlich werden. Typische altersbedingte Veränderungen beim Hund Innere Organe und Stoffwechsel Nachlassende Nierenfunktion Veränderungen der Leberwerte Langsamerer Stoffwechsel Bewegungsapparat Muskelabbau (Sarkopenie) Gelenk- und Knochenprobleme, zum Beispiel Arthrose Abnehmende Beweglichkeit Unsicherer Gang Herz-Kreislauf-System Geringere Belastbarkeit Schnellere Ermüdung Zähne und Maulgesundheit Zahnfleischentzündungen Zahnverlust Schmerzen, die häufig unbemerkt bleiben Sinne Abnahme von Seh- und Hörvermögen Unsicherheit in neuen Situationen Harn- und Verdauungssystem Inkontinenz Empfindlichere Verdauung Nervensystem und Verhalten Verändertes Schlafverhalten Unruhe oder Rückzug Orientierungsschwierigkeiten Nachlassende Lernfähigkeit In manchen Fällen eine kognitive Dysfunktion (Demenz) Immunsystem Geringere Abwehrkräfte Längere Regenerationszeiten Warum frühe Unterstützung so wichtig ist Viele altersbedingte Veränderungen entwickeln sich langsam. Muskelabbau, Gelenkprobleme, nachlassende Organfunktionen oder neurologische Veränderungen entstehen nicht über Nacht. Gerade deshalb gilt: den Anfängen wehren. Mit gezielter Seniorengymnastik, angepasster Bewegung, sinnvoller geistiger Auslastung, einer altersgerechten Ernährung und individuell abgestimmten Nahrungsergänzungen lässt sich die Lebensqualität oft deutlich verbessern – und das über viele Jahre hinweg. Auch das Gehirn profitiert von Bewegung, neuen Reizen und achtsamer Berührung. So können nicht nur Beweglichkeit, sondern auch Orientierung und kognitive Fähigkeiten länger erhalten bleiben. Veränderungen wahrnehmen – der wichtigste Schlüssel Als Hundehalter bist du der Mensch, der deinen Hund am besten kennt. Kleine Veränderungen im Verhalten, im Gangbild, im Schlaf oder im Appetit sind keine harmlosen Alterserscheinungen, sondern wertvolle Hinweise. Je früher sie wahrgenommen werden, desto besser lassen sich: Schmerzen lindern Erkrankungen begleiten Überforderung vermeiden Sicherheit und Vertrauen schaffen Fazit Alt zu werden ist kein Verlust. Es ist eine Lebensphase voller Tiefe, Ruhe und Nähe . Seniorhunde werden oft langsamer, dafür aber aufmerksamer. Sie brauchen weniger Trubel und mehr Verständnis. Weniger Tempo und dafür mehr Verbindung. Wer seinen Hund im Alter achtsam begleitet, erhält etwas sehr Wertvolles zurück: Vertrauen, Dankbarkeit und stille Momente voller Nähe. 💛 Ein alter Hund zeigt uns, was wirklich zählt. Und genau deshalb verdienen Seniorhunde nicht weniger, sondern mehr Aufmerksamkeit , mehr Achtsamkeit und mehr Liebe . Möchtest du deinen Hund im Alter ganzheitlich begleiten? Jeder Seniorhund bringt seine ganz eigenen Bedürfnisse mit. Wenn du unsicher bist, ob die Veränderungen bei deinem Hund altersbedingt sind, oder wenn du ihn gezielt unterstützen möchtest – begleite ich euch gern. Gemeinsam schauen wir, was dein Hund jetzt wirklich braucht – achtsam, individuell und mit Blick auf seine Lebensqualität.
von Katja Bücker • 17. August 2025
Viele Hundehalter achten heute bewusster auf die Ernährung ihres Vierbeiners – und das ist auch gut so! Ein Thema, das dabei oft unterschätzt wird, ist die ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren. Dabei sind sie für die Gesundheit deines Hundes absolut unverzichtbar. Was sind Omega-3-Fettsäuren – und warum braucht dein Hund sie? Omega-3-Fettsäuren gehören zu den essenziellen Fettsäuren. Das bedeutet: Der Körper deines Hundes kann sie nicht selbst herstellen – sie müssen also über das Futter aufgenommen werden. Diese Fettsäuren wirken im Körper vielfältig, vor allem aber: 🔹 entzündungshemmend 🔹 unterstützend für Herz, Nieren und Immunsystem 🔹 leistungssteigernd – auch bei Sporthunden 🔹 tumorhemmend 🔹 lindernd bei Hautproblemen, Allergien oder Asthma 🔹 besonders wichtig bei Gelenkerkrankungen wie Arthrose, HD oder Spondylose Gerade bei chronischen Entzündungen im Bewegungsapparat können Omega-3-Fettsäuren helfen, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern. Welche Arten von Omega-3 gibt es? Hier lohnt sich ein genauer Blick: 1. ALA – Alpha-Linolensäure Diese pflanzliche Omega-3-Form findet sich z. B. in: – Leinöl – Hanföl – Rapsöl Aber Achtung: Hunde können ALA nur in sehr geringem Maße in die wirklich wirksamen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA umwandeln – und gerade diese braucht der Körper zur Entzündungshemmung. 2. EPA & DHA – die starken Omega-3-Fettsäuren Diese sind z. B. enthalten in: – Fischöl (z. B. Lachsöl, Krillöl) – Algenöl (pflanzliche Alternative, auch für Allergiker geeignet) EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) sind die eigentlich entscheidenden Fettsäuren bei Entzündungen, Gelenkproblemen, Hauterkrankungen oder zur allgemeinen Immunstärkung. Warum Leinöl allein nicht ausreicht Viele denken, sie tun ihrem Hund mit einem Schuss Leinöl bereits etwas Gutes – und grundsätzlich stimmt das auch. Aber : Leinöl enthält nur ALA. Und die Umwandlungsrate zu EPA/DHA ist bei Hunden verschwindend gering – also bleibt der entzündungshemmende Effekt meist aus. ➤ Deshalb mein Rat als Tiertherapeutin: Setze gezielt auf EPA- und DHA-reiche Quellen, wenn du deinen Hund z. B. bei Arthrose, nach einer OP oder bei chronischen Entzündungen unterstützen möchtest. Meine Empfehlung: Hochwertiges Fisch- oder Algenöl Ob du dich für Fischöl oder die pflanzliche Alternative Algenöl entscheidest – achte auf die Qualität. Bei Algenöl solltest du auf die Zusatzstoffe achten: Manche enthalten z. B. zusätzlich Vitamin D, was grundsätzlich gut ist – aber zu viel davon kann problematisch werden, wenn das Futter bereits reich an Vitamin D ist. 🟡 Vitamin D ist wichtig – aber bitte nicht überdosieren! Fazit 🐕 Omega-3-Fettsäuren sind kein „nice to have“, sondern ein wichtiger Baustein für die Gesundheit deines Hundes – besonders, wenn er: – Gelenkprobleme hat – unter Hautproblemen oder Allergien leidet – älter wird – sich sportlich viel bewegt – eine Operation hinter sich hat 💡 Mein Tipp: Sprich mich gern an, wenn du unsicher bist, welches Produkt zu deinem Hund passt. Ich helfe dir, die passende Ergänzung auszuwählen – abgestimmt auf Futter, Alter, Gesundheitszustand und eventuelle Erkrankungen.
Vitamin B12 Mangel beim Hund
von Katja Bücker • 21. Juni 2024
Warum ist Vitamin B12 für Hunde wichtig? Erfahre, wie ein B12-Mangel entstehen kann, welche Rolle Darm und Bauchspeicheldrüse spielen und wann eine Ergänzung sinnvoll ist.
von Katja Bücker • 10. Februar 2024
Der Kotabsatz deines Hundes mag auf den ersten Blick wie eine alltägliche Angelegenheit erscheinen, aber tatsächlich kann er uns wichtige Informationen über die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Hundes liefern. In diesem Artikel erfährst du, worauf du achten solltest. 1. Konsistenz : Die Konsistenz des Hundekots kann uns viel über die Verdauungsgesundheit deines Hundes verraten. Idealerweise sollte der Kot fest, aber dennoch leicht formbar sein. Wenn der Kot zu weich oder flüssig ist, kann dies auf Verdauungsprobleme, eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder eine Infektion hinweisen. Sieht der Kot "fettig" aus, solltest du die Bauchspeicheldrüse und die Galle untersuchen lassen. 2. Farbe : Die Farbe des Hundekots kann ebenfalls wichtige Hinweise geben. Normalerweise sollte der Kot eine braune Farbe haben. Wenn der Kot jedoch auffällig hell, dunkel oder blutig ist, kann dies auf Probleme im Verdauungstrakt oder anderen Organen hinweisen. Die Farbe kann aber auch mit der Ernährung zusammenhängen. Hier eine kleine Übersicht: brauner Kot: heller bis dunkelbrauner Kot ist normal. roter Kot : kann ein Hinweis auf Blut sein. Dann bitte sofort einen Tierarzt aufsuchen. Hast du deinem Hund rote Beete gefüttert? Dann kann der Kot auch rötlich sein, der Urin ist dann ebenfalls rot. weißer Kot: kann auftreten, wenn dein Hund vermehrt Knochen gefressen hat. grüner Kot: Hat dein Hund viel Salat in seiner Futterration erhalten oder er hat viel Gras gefressen, kann der Kot grünlich aussehen. schwarzer Kot: wird dein Hund gebarft und hatte sehr viel Blut in der Ration, kann es normal sein. Ansonsten ist es ein Hinweis auf Blutungen im Verdauungstrakt! Hier solltest du sofort deinen Tierarzt aufsuchen. gelber Kot: Hier kommt es wieder auf die Fütterung an. Bei Süßkartoffeln, Möhren, Hühnchen wird der Kot schon mal gelb. Ansonsten kann es ein Hinweis auf eine Leber- oder Gallenerkrankung sein. mit Schleim überzogen: dieses kann ein Hinweis auf eine Entzündung im Darm sein. Grund dafür können Giardien, Allergien, Unverträglichkeiten oder auch eine Bauchspeicheldrüsenentzündung sein. 3. Geruch : Der Geruch des Hundekots kann ebenfalls auf Gesundheitsprobleme hinweisen. Normalerweise hat der Kot einen gewissen Geruch, der jedoch nicht übermäßig stark oder unangenehm sein sollte. Ein ungewöhnlich starker oder übelriechender Geruch, manchmal sogar sehr säuerlich streng, kann auf Verdauungsstörungen, eine Infektion oder andere Probleme hinweisen. 4. Kotabsatz : Beobachte auch das Verhalten deines Hundes beim Kotabsatz. Schwierigkeiten beim Kotabsatz, wie Anstrengung, Schmerzen oder häufiges Versuchen ohne Erfolg, können auf Verstopfung oder andere Probleme hinweisen. Auch wenn dein Hund sich sehr häufig dreht, bevor er Kot absetzt, können dies wichtige Hinweise sein. 5. Häufigkeit des Kotabsatzes : dein Hund sollte 1 - 2 x / Tag Kot absetzen. Setzt dein Hund häufiger als 2x / Tag Kot ab, ist dieses ein Hinweis auf die Verdaulichkeit des Futters. Fazit : Der Kotabsatz deines Hundes ist ein wichtiger Indikator für seine Verdauungsgesundheit und sein allgemeines Wohlbefinden. Indem du aufmerksam bist, kannst du mögliche Gesundheitsprobleme frühzeitig erkennen und entsprechend handeln. Sollte dein Hund dauerhaft einen veränderten Kot absetzen, suche deinen Tierarzt auf und berichte ihm. Idealerweise machst du noch ein Foto von dem Kotabsatz. Wenn ihr Fragen habt oder weitere Informationen benötigt, stehe ich euch gerne zur Verfügung.
von Katja Bücker • 8. Februar 2024
Wenn Hunde älter werden, verändern sich ihre Ernährungsbedürfnisse. Eine angemessene Ernährung spielt eine wichtige Rolle, um die Gesundheit und das Wohlbefinden eines älteren Hundes zu unterstützen. In diesem Artikel werden wir uns genauer mit der Ernährung des alten Hundes befassen und aufzeigen, worauf man achten sollte. 1. Gewichtskontrolle: Im Alter neigen Hunde dazu, weniger aktiv zu sein und ihr Stoffwechsel verlangsamt sich. Daher ist es wichtig, das Gewicht des älteren Hundes im Auge zu behalten, um Übergewicht oder Untergewicht zu vermeiden. 2. Hochwertige Proteine: Proteine sind für den Erhalt der Muskelmasse und die Unterstützung des Immunsystems wichtig. Wähle eine hochwertige Hundenahrung, die leicht verdauliche Komponenten enthält. 3. Proteingehalt: Der Proteingehalt sollte 19-22 % nicht überschreiten, damit die Nieren und die Leber nicht überlastet werden. Denke hier bitte auch an die Kauartikel / Leckerchen die dein Hund bekommt. Kontrolliere auch hier den Proteingehalt. Meist ist er erschreckend hoch, je nachdem was du deinem Hund als Leckerchen gibst. Hier solltest du dann unbedingt auf andere Produkte umsteigen. 4. Gesunde Fette: Gesunde Fette, wie Omega-3-Fettsäuren, können Entzündungen reduzieren und die Gelenkgesundheit unterstützen. Füge der Ernährung deines älteren Hundes Fischöl oder andere Quellen von Omega-3-Fettsäuren hinzu. Für die richtige Dosierung helfe ich dir gerne weiter. 5. Ballaststoffe und Verdauung: Ältere Hunde können an Verdauungsproblemen leiden, wie Verstopfung oder empfindlichem Magen. Eine ballaststoffreiche Ernährung kann die Verdauung fördern und die Darmgesundheit unterstützen. Füge der Ernährung deines Hundes daher ballaststoffreiche Lebensmittel wie gekochtes Gemüse hinzu. 6. B-Vitamine : Im Alter ist die Aufnahme reduziert, deshalb benötigen unsere Hunde einen doppelten Bedarf an B-Vitaminen. 7. Viamin C und Vitamin E : Auch an Vitamin C und E darf es unseren alten Hunden nicht fehlen. Hagebuttenpulver enthält viel Vitamin C und stellt eine hervorragende Ergänzung dar. Weizenkeimöl enthält viel Vitamin E. 8. Hydration: Ältere Hunde haben oft einen geringeren Durst und können dehydriert werden. Stelle sicher, dass dein Hund immer Zugang zu frischem Wasser hat und ermutige ihn regelmäßig zum Trinken. Du kannst auch Feuchtigkeitsquellen wie Nassfutter oder Wasserzusätze in Betracht ziehen, um die Flüssigkeitsaufnahme zu erhöhen. 9. Anzahl der Mahlzeiten: Füttere deinem Senior mehrere kleine Mahlzeiten am Tag anstatt zwei große Portionen. Fazit : Die richtige Ernährung spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit und das Wohlbefinden eines älteren Hundes. Indem du auf die oben genannten Punkte achtest, kannst du deinem Hund helfen, ein gesundes und glückliches Leben im Alter zu führen. Für eine individuelle Ernährungsberatung für deinen älteren Hund stehe ich dir gerne zur Verfügung.
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