Warum palliative Begleitung viel früher beginnt, als wir denken

Katja Borraccini • 28. Juni 2026

Warum palliative Begleitung viel früher beginnt, als wir denken.

Dieser Artikel ist Jupp gewidmet – einem besonderen Berner Sennenhund, den ich ein Stück auf seinem Weg begleiten durfte.

 

Wenn Menschen das Wort Palliativbegleitung hören, denken viele sofort an die letzten Tage oder Wochen eines Lebens.

Doch genau das ist ein weit verbreiteter Irrtum.


Der Begriff „palliativ“ stammt vom lateinischen Wort pallium und bedeutet Mantel oder Decke.


Im medizinischen Sinne beschreibt er den Gedanken, einen Menschen oder ein Tier mit einer unheilbaren, fortschreitenden Erkrankung wie mit einem schützenden und wärmenden Mantel zu umhüllen. Im Mittelpunkt stehen dabei die bestmögliche Begleitung, die Linderung von Beschwerden und vor allem der Erhalt der Lebensqualität.


Genau deshalb beginnt palliative Begleitung oft viel früher, als viele Menschen vermuten – nämlich dann, wenn ein Hund an einer unheilbaren, fortschreitenden Erkrankung leidet.


Ab diesem Zeitpunkt verändert sich der Blick.


Es geht nicht mehr ausschließlich darum, eine Krankheit zu behandeln. Es geht darum, den Hund als Ganzes zu betrachten und sich immer wieder neu zu fragen:


Wie geht es ihm heute? Was braucht er jetzt? Was schenkt ihm Lebensqualität?


An Jupp musste ich in den letzten Tagen oft denken.


Jupp war ein Berner Sennenhund, bei dem bereits im jungen Alter eine schwere chronische Gelenkerkrankung festgestellt wurde. Seinen Menschen wurde damals erklärt, dass niemand vorhersagen könne, wie sich diese Erkrankung langfristig entwickeln und welchen Einfluss sie auf sein Leben haben würde.


Eine solche Nachricht verunsichert. Viele Menschen fragen sich in diesem Moment, was nun auf ihren Hund zukommt und wie die gemeinsame Zukunft aussehen wird. Wieviel gemeinsame Zeit hat man noch?


Jupps Menschen entschieden sich dafür, den Weg Schritt für Schritt zu gehen.


Über viele Jahre wurde immer wieder überprüft, wie es ihm ging und welche Unterstützung er in seiner jeweiligen Lebensphase brauchte.


Dabei gab es keinen starren Behandlungsplan.

Seine Begleitung entwickelte sich mit ihm.


Seine Besitzerin kümmerte sich mit beeindruckender Hingabe um ihn. Sie beobachtete selbst kleinste Veränderungen aufmerksam und war bereit, ihren Alltag immer wieder an seine Bedürfnisse anzupassen.


Über viele Jahre wurde Jupp von engagierten Tierärzten und verschiedenen Therapeuten begleitet. Jeder brachte sein Fachwissen ein und gemeinsam wurde immer wieder überlegt, welche Unterstützung ihm in seiner jeweiligen Lebensphase am meisten helfen konnte.


Mal stand eine angepasste Schmerztherapie im Vordergrund, mal physiotherapeutische oder osteopathische Behandlungen. Auch seine Ernährung wurde regelmäßig an seine aktuelle Situation angepasst. Und oft waren es gerade die kleinen Veränderungen im Alltag, die ihm das Leben erleichterten.


Bei jeder Entscheidung gab es ein gemeinsames Ziel:

Jupp möglichst viel Lebensqualität zu erhalten.


Dabei war niemand allein für ihn verantwortlich.

Gemeinsam entstand daraus ein Weg, auf dem immer wieder neu überlegt wurde, was für Jupp in diesem Moment das Beste war.


Im Sommer 2024 führte Jupps Weg schließlich auch zu mir. Ich durfte ihn in einem Abschnitt seines Lebens begleiten – und dafür bin ich bis heute dankbar.

Als Jupp zu mir in die Praxis kam, war schnell spürbar, wie viel sein Körper im Laufe seines Lebens bereits geleistet hatte.

Meine Aufgabe bestand nicht darin, ihn zu heilen. Das war weder möglich noch das Ziel.

Meine Aufgabe war es, aufmerksam hinzusehen.

Wie bewegte er sich heute?

Welche Belastungen fielen ihm schwer?

Wo konnten wir Schmerzen lindern oder Bewegungen erleichtern?

Welche Maßnahmen konnten ihm jetzt guttun?


Und genauso wichtig:

Welche Maßnahmen passten vielleicht nicht mehr zu seiner aktuellen Situation?


Genau das bedeutet palliative Begleitung für mich.

Nicht vorschnell Möglichkeiten auszuschließen – und gleichzeitig ehrlich anzuerkennen, wenn sich die Bedürfnisse eines Hundes verändern.


Palliative Begleitung bedeutet, aufmerksam zu beobachten, Behandlungen immer wieder neu anzupassen und gemeinsam Entscheidungen zu treffen, die sich an der aktuellen Lebensqualität orientieren.


Denn was vor einem Jahr richtig war, muss heute nicht mehr die beste Lösung sein.


Und manchmal bedeutet gute Begleitung auch, den Mut zu haben, einen Weg zu verändern.


Jupp durfte zehneinhalb Jahre alt werden.

Ob das damals jemand hätte vorhersagen können, weiß niemand.

Was ich aber mit Sicherheit sagen kann, ist etwas anderes:

Sein Weg wurde über viele Jahre bewusst begleitet.

Immer wieder wurde geschaut, was ihm guttat, was angepasst werden musste und wie seine Lebensqualität möglichst lange erhalten werden konnte.

Natürlich gab es Phasen, in denen es ihm besser ging, und andere, die schwieriger waren. Wie bei vielen chronisch erkrankten Hunden veränderte sich seine Situation im Laufe der Jahre immer wieder.


Bis schließlich der Zeitpunkt kam, an dem seine Lebensqualität trotz aller Unterstützung nicht mehr erhalten werden konnte.

Auch das gehört zur palliativen Begleitung.


Nicht nur Möglichkeiten aufzuzeigen, sondern gemeinsam zu erkennen, wann Fürsorge eine neue Form annimmt und liebevolles Loslassen der letzte wertvolle Dienst ist, den wir einem Hund erweisen können.


Palliative Begleitung bedeutet für mich, den Blick nicht auf das Ende des Lebens zu richten.

Sie bedeutet, den Blick auf das Leben zu richten – auf das, was heute möglich ist und dem Hund guttut.

Sie bedeutet, aufmerksam hinzusehen, Veränderungen wahrzunehmen und gemeinsam Entscheidungen zu treffen, die sich immer wieder an den Bedürfnissen des Hundes orientieren.


Jupps Geschichte zeigt nicht, dass jede Prognose übertroffen werden kann.

Sie zeigt vielmehr, was möglich ist, wenn ihre Menschen, Tierärzte und Therapeuten über viele Jahre gemeinsam Verantwortung übernehmen und den Blick immer wieder auf das richten, was wirklich zählt:

Die Lebensqualität des Hundes.

 


Heute liegt auch für Jupp ein Stein in meinem Gedenkglas in der Praxis.

Wie für jeden Patientenhund, von dem ich Abschied nehmen musste, habe ich auch für ihn einen Stein in der Natur ausgesucht und mit seinem Namen beschriftet.


Er erinnert mich an einen ganz besonderen Hund, der mich gelehrt hat dass Lebensqualität nicht von einer Diagnose bestimmt wird, sondern von den vielen kleinen Momenten, die das Leben lebenswert machen. Danke, lieber Jupp.

In liebevoller Erinnerung.

 

von Katja Bücker 22. April 2026
Physiotherapie und Osteopathie für Seniorhunde: Erfahre, wie du Schmerzen bei Arthrose, Steifheit und Bewegungseinschränkungen sanft verbessern kannst – für mehr Lebensfreude im Alter.
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Dieser Artikel soll dazu beitragen, Wissen zu teilen, Unsicherheiten zu nehmen und Hundehalter darin zu bestärken, ihren Hund im Alter bewusst, liebevoll und gut vorbereitet zu begleiten. Denn alt zu werden ist kein Makel – es ist eine Lebensphase, die Aufmerksamkeit, Verständnis und Würde verdient . 🐾 Wann ist ein Hund eigentlich alt? Diese Frage stellen sich viele Hundehalter – oft genau dann, wenn sich ihr Hund langsam verändert. Der Spaziergang wird kürzer, das Aufstehen dauert länger oder der Blick wirkt nachdenklicher als früher. Doch Altwerden ist kein fester Zeitpunkt, kein bestimmtes Alter und schon gar kein abruptes Ereignis. Das Älterwerden schleicht sich oft leise in den Alltag – manchmal so unauffällig, dass wir es erst rückblickend wirklich wahrnehmen. Altern ist ein sehr individueller Prozess , der sich bei jedem Hund anders zeigt. Genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen, Zusammenhänge zu verstehen und den eigenen Hund nicht mit starren Alterszahlen zu vergleichen. In diesem Artikel erfährst du: ab wann ein Hund als Senior gilt welche Faktoren das Altern beeinflussen welche körperlichen und mentalen Veränderungen auftreten können und warum alte Hunde trotz allem eine hohe Lebensqualität haben können Was bestimmt, wann ein Hund alt ist? Die Lebenserwartung eines Hundes – und damit auch der Zeitpunkt, ab dem man von einem Seniorhund spricht – wird von mehreren Faktoren beeinflusst: Körpergewicht und Größe Rasse genetische Veranlagung Gesundheitsstatus Ernährung und Bewegung Stressbelastung frühere Erkrankungen oder Verletzungen Das bekannte Zitat „Man ist so alt, wie man sich fühlt“ trifft auch auf Hunde zu. Manche Vierbeiner wirken mit zehn Jahren noch erstaunlich fit, andere zeigen deutlich früher altersbedingte Veränderungen. Ab wann gilt ein Hund als Senior? Auch wenn Altern individuell ist, gibt es grobe Richtwerte: Große Hunderassen: etwa ab 6 bis 7 Jahren Mittelgroße Hunderassen: etwa ab 9 bis 10 Jahren Kleine Hunderassen: etwa ab 12 Jahren Grundsätzlich gilt : Große Hunde altern meist früher und schneller, während kleine Hunde langsamer altern und oft über einen längeren Zeitraum fit bleiben. Altern beginnt früher, als viele denken Wichtig zu wissen ist, dass der Alterungsprozess lange beginnt, bevor sichtbare Symptome auftreten. Veränderungen im Stoffwechsel, im Nervensystem oder in der Muskulatur entwickeln sich schleichend. Gerade deshalb ist es so entscheidend, frühzeitig hinzusehen und nicht erst zu reagieren, wenn Probleme offensichtlich werden. Typische altersbedingte Veränderungen beim Hund Innere Organe und Stoffwechsel Nachlassende Nierenfunktion Veränderungen der Leberwerte Langsamerer Stoffwechsel Bewegungsapparat Muskelabbau (Sarkopenie) Gelenk- und Knochenprobleme, zum Beispiel Arthrose Abnehmende Beweglichkeit Unsicherer Gang Herz-Kreislauf-System Geringere Belastbarkeit Schnellere Ermüdung Zähne und Maulgesundheit Zahnfleischentzündungen Zahnverlust Schmerzen, die häufig unbemerkt bleiben Sinne Abnahme von Seh- und Hörvermögen Unsicherheit in neuen Situationen Harn- und Verdauungssystem Inkontinenz Empfindlichere Verdauung Nervensystem und Verhalten Verändertes Schlafverhalten Unruhe oder Rückzug Orientierungsschwierigkeiten Nachlassende Lernfähigkeit In manchen Fällen eine kognitive Dysfunktion (Demenz) Immunsystem Geringere Abwehrkräfte Längere Regenerationszeiten Warum frühe Unterstützung so wichtig ist Viele altersbedingte Veränderungen entwickeln sich langsam. Muskelabbau, Gelenkprobleme, nachlassende Organfunktionen oder neurologische Veränderungen entstehen nicht über Nacht. Gerade deshalb gilt: den Anfängen wehren. Mit gezielter Seniorengymnastik, angepasster Bewegung, sinnvoller geistiger Auslastung, einer altersgerechten Ernährung und individuell abgestimmten Nahrungsergänzungen lässt sich die Lebensqualität oft deutlich verbessern – und das über viele Jahre hinweg. Auch das Gehirn profitiert von Bewegung, neuen Reizen und achtsamer Berührung. So können nicht nur Beweglichkeit, sondern auch Orientierung und kognitive Fähigkeiten länger erhalten bleiben. Veränderungen wahrnehmen – der wichtigste Schlüssel Als Hundehalter bist du der Mensch, der deinen Hund am besten kennt. Kleine Veränderungen im Verhalten, im Gangbild, im Schlaf oder im Appetit sind keine harmlosen Alterserscheinungen, sondern wertvolle Hinweise. Je früher sie wahrgenommen werden, desto besser lassen sich: Schmerzen lindern Erkrankungen begleiten Überforderung vermeiden Sicherheit und Vertrauen schaffen Fazit Alt zu werden ist kein Verlust. Es ist eine Lebensphase voller Tiefe, Ruhe und Nähe . Seniorhunde werden oft langsamer, dafür aber aufmerksamer. Sie brauchen weniger Trubel und mehr Verständnis. Weniger Tempo und dafür mehr Verbindung. Wer seinen Hund im Alter achtsam begleitet, erhält etwas sehr Wertvolles zurück: Vertrauen, Dankbarkeit und stille Momente voller Nähe. 💛 Ein alter Hund zeigt uns, was wirklich zählt. Und genau deshalb verdienen Seniorhunde nicht weniger, sondern mehr Aufmerksamkeit , mehr Achtsamkeit und mehr Liebe . Möchtest du deinen Hund im Alter ganzheitlich begleiten? Jeder Seniorhund bringt seine ganz eigenen Bedürfnisse mit. Wenn du unsicher bist, ob die Veränderungen bei deinem Hund altersbedingt sind, oder wenn du ihn gezielt unterstützen möchtest – begleite ich euch gern. Gemeinsam schauen wir, was dein Hund jetzt wirklich braucht – achtsam, individuell und mit Blick auf seine Lebensqualität.
von Katja Bücker 17. August 2025
Viele Hundehalter achten heute bewusster auf die Ernährung ihres Vierbeiners – und das ist auch gut so! Ein Thema, das dabei oft unterschätzt wird, ist die ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren. Dabei sind sie für die Gesundheit deines Hundes absolut unverzichtbar. Was sind Omega-3-Fettsäuren – und warum braucht dein Hund sie? Omega-3-Fettsäuren gehören zu den essenziellen Fettsäuren. Das bedeutet: Der Körper deines Hundes kann sie nicht selbst herstellen – sie müssen also über das Futter aufgenommen werden. Diese Fettsäuren wirken im Körper vielfältig, vor allem aber: 🔹 entzündungshemmend 🔹 unterstützend für Herz, Nieren und Immunsystem 🔹 leistungssteigernd – auch bei Sporthunden 🔹 tumorhemmend 🔹 lindernd bei Hautproblemen, Allergien oder Asthma 🔹 besonders wichtig bei Gelenkerkrankungen wie Arthrose, HD oder Spondylose Gerade bei chronischen Entzündungen im Bewegungsapparat können Omega-3-Fettsäuren helfen, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern. Welche Arten von Omega-3 gibt es? Hier lohnt sich ein genauer Blick: 1. ALA – Alpha-Linolensäure Diese pflanzliche Omega-3-Form findet sich z. B. in: – Leinöl – Hanföl – Rapsöl Aber Achtung: Hunde können ALA nur in sehr geringem Maße in die wirklich wirksamen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA umwandeln – und gerade diese braucht der Körper zur Entzündungshemmung. 2. EPA & DHA – die starken Omega-3-Fettsäuren Diese sind z. B. enthalten in: – Fischöl (z. B. Lachsöl, Krillöl) – Algenöl (pflanzliche Alternative, auch für Allergiker geeignet) EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) sind die eigentlich entscheidenden Fettsäuren bei Entzündungen, Gelenkproblemen, Hauterkrankungen oder zur allgemeinen Immunstärkung. Warum Leinöl allein nicht ausreicht Viele denken, sie tun ihrem Hund mit einem Schuss Leinöl bereits etwas Gutes – und grundsätzlich stimmt das auch. Aber : Leinöl enthält nur ALA. Und die Umwandlungsrate zu EPA/DHA ist bei Hunden verschwindend gering – also bleibt der entzündungshemmende Effekt meist aus. ➤ Deshalb mein Rat als Tiertherapeutin: Setze gezielt auf EPA- und DHA-reiche Quellen, wenn du deinen Hund z. B. bei Arthrose, nach einer OP oder bei chronischen Entzündungen unterstützen möchtest. Meine Empfehlung: Hochwertiges Fisch- oder Algenöl Ob du dich für Fischöl oder die pflanzliche Alternative Algenöl entscheidest – achte auf die Qualität. Bei Algenöl solltest du auf die Zusatzstoffe achten: Manche enthalten z. B. zusätzlich Vitamin D, was grundsätzlich gut ist – aber zu viel davon kann problematisch werden, wenn das Futter bereits reich an Vitamin D ist. 🟡 Vitamin D ist wichtig – aber bitte nicht überdosieren! Fazit 🐕 Omega-3-Fettsäuren sind kein „nice to have“, sondern ein wichtiger Baustein für die Gesundheit deines Hundes – besonders, wenn er: – Gelenkprobleme hat – unter Hautproblemen oder Allergien leidet – älter wird – sich sportlich viel bewegt – eine Operation hinter sich hat 💡 Mein Tipp: Sprich mich gern an, wenn du unsicher bist, welches Produkt zu deinem Hund passt. Ich helfe dir, die passende Ergänzung auszuwählen – abgestimmt auf Futter, Alter, Gesundheitszustand und eventuelle Erkrankungen.
Vitamin B12 Mangel beim Hund
von Katja Bücker 21. Juni 2024
Vitamin B12 Mangel beim Hund durch Verdauungsprobleme, Bauchspeicheldrüseninsuffizienz, Parasitenbefall, Darmdysbiose
von Katja Bücker 10. Februar 2024
Der Kotabsatz deines Hundes mag auf den ersten Blick wie eine alltägliche Angelegenheit erscheinen, aber tatsächlich kann er uns wichtige Informationen über die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Hundes liefern. In diesem Artikel erfährst du, worauf du achten solltest. 1. Konsistenz : Die Konsistenz des Hundekots kann uns viel über die Verdauungsgesundheit deines Hundes verraten. Idealerweise sollte der Kot fest, aber dennoch leicht formbar sein. Wenn der Kot zu weich oder flüssig ist, kann dies auf Verdauungsprobleme, eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder eine Infektion hinweisen. Sieht der Kot "fettig" aus, solltest du die Bauchspeicheldrüse und die Galle untersuchen lassen. 2. Farbe : Die Farbe des Hundekots kann ebenfalls wichtige Hinweise geben. Normalerweise sollte der Kot eine braune Farbe haben. Wenn der Kot jedoch auffällig hell, dunkel oder blutig ist, kann dies auf Probleme im Verdauungstrakt oder anderen Organen hinweisen. Die Farbe kann aber auch mit der Ernährung zusammenhängen. Hier eine kleine Übersicht: brauner Kot: heller bis dunkelbrauner Kot ist normal. roter Kot : kann ein Hinweis auf Blut sein. Dann bitte sofort einen Tierarzt aufsuchen. Hast du deinem Hund rote Beete gefüttert? Dann kann der Kot auch rötlich sein, der Urin ist dann ebenfalls rot. weißer Kot: kann auftreten, wenn dein Hund vermehrt Knochen gefressen hat. grüner Kot: Hat dein Hund viel Salat in seiner Futterration erhalten oder er hat viel Gras gefressen, kann der Kot grünlich aussehen. schwarzer Kot: wird dein Hund gebarft und hatte sehr viel Blut in der Ration, kann es normal sein. Ansonsten ist es ein Hinweis auf Blutungen im Verdauungstrakt! Hier solltest du sofort deinen Tierarzt aufsuchen. gelber Kot: Hier kommt es wieder auf die Fütterung an. Bei Süßkartoffeln, Möhren, Hühnchen wird der Kot schon mal gelb. Ansonsten kann es ein Hinweis auf eine Leber- oder Gallenerkrankung sein. mit Schleim überzogen: dieses kann ein Hinweis auf eine Entzündung im Darm sein. Grund dafür können Giardien, Allergien, Unverträglichkeiten oder auch eine Bauchspeicheldrüsenentzündung sein. 3. Geruch : Der Geruch des Hundekots kann ebenfalls auf Gesundheitsprobleme hinweisen. Normalerweise hat der Kot einen gewissen Geruch, der jedoch nicht übermäßig stark oder unangenehm sein sollte. Ein ungewöhnlich starker oder übelriechender Geruch, manchmal sogar sehr säuerlich streng, kann auf Verdauungsstörungen, eine Infektion oder andere Probleme hinweisen. 4. Kotabsatz : Beobachte auch das Verhalten deines Hundes beim Kotabsatz. Schwierigkeiten beim Kotabsatz, wie Anstrengung, Schmerzen oder häufiges Versuchen ohne Erfolg, können auf Verstopfung oder andere Probleme hinweisen. Auch wenn dein Hund sich sehr häufig dreht, bevor er Kot absetzt, können dies wichtige Hinweise sein. 5. Häufigkeit des Kotabsatzes : dein Hund sollte 1 - 2 x / Tag Kot absetzen. Setzt dein Hund häufiger als 2x / Tag Kot ab, ist dieses ein Hinweis auf die Verdaulichkeit des Futters. Fazit : Der Kotabsatz deines Hundes ist ein wichtiger Indikator für seine Verdauungsgesundheit und sein allgemeines Wohlbefinden. Indem du aufmerksam bist, kannst du mögliche Gesundheitsprobleme frühzeitig erkennen und entsprechend handeln. Sollte dein Hund dauerhaft einen veränderten Kot absetzen, suche deinen Tierarzt auf und berichte ihm. Idealerweise machst du noch ein Foto von dem Kotabsatz. Wenn ihr Fragen habt oder weitere Informationen benötigt, stehe ich euch gerne zur Verfügung.
von Katja Bücker 8. Februar 2024
Wenn Hunde älter werden, verändern sich ihre Ernährungsbedürfnisse. Eine angemessene Ernährung spielt eine wichtige Rolle, um die Gesundheit und das Wohlbefinden eines älteren Hundes zu unterstützen. In diesem Artikel werden wir uns genauer mit der Ernährung des alten Hundes befassen und aufzeigen, worauf man achten sollte. 1. Gewichtskontrolle: Im Alter neigen Hunde dazu, weniger aktiv zu sein und ihr Stoffwechsel verlangsamt sich. Daher ist es wichtig, das Gewicht des älteren Hundes im Auge zu behalten, um Übergewicht oder Untergewicht zu vermeiden. 2. Hochwertige Proteine: Proteine sind für den Erhalt der Muskelmasse und die Unterstützung des Immunsystems wichtig. Wähle eine hochwertige Hundenahrung, die leicht verdauliche Komponenten enthält. 3. Proteingehalt: Der Proteingehalt sollte 19-22 % nicht überschreiten, damit die Nieren und die Leber nicht überlastet werden. Denke hier bitte auch an die Kauartikel / Leckerchen die dein Hund bekommt. Kontrolliere auch hier den Proteingehalt. Meist ist er erschreckend hoch, je nachdem was du deinem Hund als Leckerchen gibst. Hier solltest du dann unbedingt auf andere Produkte umsteigen. 4. Gesunde Fette: Gesunde Fette, wie Omega-3-Fettsäuren, können Entzündungen reduzieren und die Gelenkgesundheit unterstützen. Füge der Ernährung deines älteren Hundes Fischöl oder andere Quellen von Omega-3-Fettsäuren hinzu. Für die richtige Dosierung helfe ich dir gerne weiter. 5. Ballaststoffe und Verdauung: Ältere Hunde können an Verdauungsproblemen leiden, wie Verstopfung oder empfindlichem Magen. Eine ballaststoffreiche Ernährung kann die Verdauung fördern und die Darmgesundheit unterstützen. Füge der Ernährung deines Hundes daher ballaststoffreiche Lebensmittel wie gekochtes Gemüse hinzu. 6. B-Vitamine : Im Alter ist die Aufnahme reduziert, deshalb benötigen unsere Hunde einen doppelten Bedarf an B-Vitaminen. 7. Viamin C und Vitamin E : Auch an Vitamin C und E darf es unseren alten Hunden nicht fehlen. Hagebuttenpulver enthält viel Vitamin C und stellt eine hervorragende Ergänzung dar. Weizenkeimöl enthält viel Vitamin E. 8. Hydration: Ältere Hunde haben oft einen geringeren Durst und können dehydriert werden. Stelle sicher, dass dein Hund immer Zugang zu frischem Wasser hat und ermutige ihn regelmäßig zum Trinken. Du kannst auch Feuchtigkeitsquellen wie Nassfutter oder Wasserzusätze in Betracht ziehen, um die Flüssigkeitsaufnahme zu erhöhen. 9. Anzahl der Mahlzeiten: Füttere deinem Senior mehrere kleine Mahlzeiten am Tag anstatt zwei große Portionen. Fazit : Die richtige Ernährung spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit und das Wohlbefinden eines älteren Hundes. Indem du auf die oben genannten Punkte achtest, kannst du deinem Hund helfen, ein gesundes und glückliches Leben im Alter zu führen. Für eine individuelle Ernährungsberatung für deinen älteren Hund stehe ich dir gerne zur Verfügung.
von Katja Bücker 30. Januar 2024
Erkenne die Schmerzanzeichen deines Hundes